Fast jede Peru-Reise beginnt in Lima, doch viel zu oft wird die Hauptstadt lediglich als Ankunftsort betrachtet. Dabei lohnt es sich, hier zwei oder drei Nächte einzuplanen. Lima liegt direkt am Pazifik und verbindet Grossstadtleben, Geschichte, moderne Quartiere und eine aussergewöhnliche Gastronomie. Besonders Miraflores eignet sich hervorragend für die ersten Tage. Spazierwege führen entlang der spektakulären Steilküste, während Restaurants, Cafés und Geschäfte für Abwechslung sorgen. Das historische Zentrum zeigt wiederum eine völlig andere Seite der Stadt mit kolonialen Gebäuden, Kirchen und grosszügigen Plätzen. Lima ist laut, gross und lebendig, aber gleichzeitig überraschend vielseitig.
Besonders gerne empfehlen wir Barranco. Das kreative Quartier besitzt einen eigenen Charakter mit historischen Häusern, kleinen Galerien, Bars, Restaurants und Boutiquen. Hier lässt sich ein Nachmittag wunderbar ohne festes Programm verbringen. Wer Peru auch kulinarisch kennenlernen möchte, ist in Lima sowieso richtig. Frischer Fisch und Ceviche gehören ebenso dazu wie regionale Spezialitäten und moderne Interpretationen der peruanischen Küche. Ein Pisco Sour darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Die Gastronomie ist ein wichtiger Teil des heutigen Lima und zeigt, wie selbstbewusst Peru seine unterschiedlichen kulturellen Einflüsse miteinander verbindet. Deshalb sollte gutes Essen bereits bei der Reiseplanung bewusst eingeplant werden.
Auch für LGBTQ+ Reisende ist Lima ein wichtiger Anlaufpunkt. In den modernen und touristischen Quartieren ist die Community sichtbarer als in vielen ländlichen Regionen Perus. Trotzdem bleibt Peru insgesamt gesellschaftlich konservativer als die Schweiz. Wir bei Pink Cloud finden es deshalb wichtig, ein realistisches Bild zu vermitteln. Es geht nicht darum, überall eine ausgeprägte LGBTQ+ Szene zu suchen, sondern Hotels, Restaurants und Erlebnisse bewusst auszuwählen und das Reiseziel gut informiert zu geniessen. Gerade Miraflores und Barranco sind international geprägt und eignen sich hervorragend für die ersten Tage einer individuellen Rundreise durch das Land.
Lima bietet ausserdem einen angenehmen Kontrast zu dem, was später kommt. Nach dem Pazifik folgen vielleicht Arequipa, das Hochland, der Titicacasee und Cusco, bevor die Reise nach Machu Picchu oder in den Amazonas führt. Genau deshalb empfehlen wir, nicht unmittelbar nach einem langen internationalen Flug weiterzureisen. Ein ruhiger Start in Lima gibt Zeit zum Ankommen und bietet gleichzeitig bereits erste spannende Erlebnisse. Unser Pink Cloud Tipp: ein Hotel in Miraflores oder Barranco wählen, mindestens einen Abend für ein besonderes Restaurant reservieren und bewusst Zeit für einen Spaziergang entlang der Küste einplanen. Lima ist nicht nur das Eingangstor zu Peru, sondern bereits ein echter Teil der Reise.